1935 Die Jahrhundertfeier

Der Deutschen Eisenbahnen


Als Hinweis zu Beginn dieser Seite.
Sowohl die Orginalbilder wie auch der Orginaltext aus dem Filmbericht zur Jahrhundertfeier der Deutschen Eisenbahn  wurden von mir weitestgehend "entnazifiziert".  Also sind sie nicht verwundert, daß weder Gebäude, Fahrzeuge und Ausstellungsgelände mit den obligatorischen Fahnen und Wimpel gezeigt werden obwohl es sie an allen Orten und auch Fahrzeugen zuhauf gab. Auch auf die Darstellung von Militär und militärischen Organisationen die im Orginalfilm einen nicht unerheblichen Raum einnehmen, wurde hier vollständig verzichtet. Einige Passagen enthalten jedoch noch Begriffe aus der Zeit des Dritten Reiches, was jedoch nur der Vollständigkeit halber so belassen wurde und keinerlei Wertung darstellen soll. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch darauf verweisen, daß der Begriff "Volksgenosse" keine Erfindung der Nationalsozialisten ist, sondern bereits in Wilhelminischer Zeit Gebrauch gefunden hat (Rede von Kurt Eisner zum Sturz des Kaisers und Ausrufung der Deutschen Republik).
Auf eine vergößerte Ansicht der Bilder wurde wegen der mäßigen Qualität der Orginalaufnahmen verzichtet.
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Aus einer Rede
vom 8.12.1935 
in Nürnberg

"Wir können uns sehr wohl das heutige Leben vorstellen ohne Flugzeug und auch ohne Kraftwagen.
Wir können uns das heutige Leben nicht vorstellen ohne Eisenbahn!
Indem Sie an einem solchen Gemeinschaftswerk mitarbeiten, helfen Sie mit, die Grundlage zu schaffen für einen Staat der Zukunft.
Ich möchte Ihnen allen danken, die in der Deutschen Reichsbahn als tätige Männer unseres Volkes nicht kapitalistischer Gesichtspunkte wegen ihre Pflicht erfüllen, sondern ihre Pflicht erfüllen als Deutsche Volksgenossen."
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0018.jpg Am 14.Juli 1935 wurde in Nürnberg die Jubiläumsausstellung 100 Jahre Deutsche Eisenbahnen eröffnet. Die Begrüßungsworte sprach der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn Dr.Dorfmüller
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Im Anschluß sprach der Reichs und Preußische Verkehrsminister Freiherr von Eltz Rübener

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Anhand eines eindruckvollen Modells wurde die Zusammenarbeit von Bahn und Kraftverkehr demonstriert.
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Übergabe von genormten Behältern.
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Bahn --> Kraftwagen
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Aus der großen Anzahl von Fahrzeugen aller Art sei hervorgehoben,  der Aussichtswagen mit Seitewänden und Dachansatz aus Sicherheitsglas, die Borsig Stromlinienlok der Baureihe 05, der Henschel-Wegmann Stromliniendampfzug,
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der zweiteilige Wechselstrom Schnell- triebwagen. Dieser Wagen fährt nur die zweite Klasse. Er zeichnet sich durch hervorragende Innenausstattung unter Verwendung deutschen Edelholzes aus. Besonders bemerkenswert sind die eingelegten Arbeiten die deutsche Städtebilder wiedergeben.
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Der dreiteilige dieselelektrische Schnelltriebwagen ist eine Weiterentwicklung des "Fliegenden Hamburger". Seine dritte Wagenklasse ist Gepolstert.
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Auf dem Freigelände der Ausstellung war die Entwicklung des Oberbaues dargestellt.
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Auch sah man die veerschiedensten Geräte und Fahrzeuge für die Verlegung und Unterhaltung des Oberbaues. So z.B. einen Gleisbaukran ...
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... und einen Weichen-
transportwagen

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Besondere Anziehungskraft auf Jung und Alt übte eine getreue Nachbildung des ersten Zuges Deutschlands aus. Der Lokomotive "Adler" mit fünf Personenwagen. 
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Auch der "Adler" hat seinen Durst der per Schlauchleitung befriedigt wurde.

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Bei strahlender Wintersonne (7.-9. Dezember 1935) fand dann am Nachmittag auf dem Rangierbahnhof Nürnberg vor 30.000 Zuschauern die Parade der Reichsbahnfahr- zeuge statt. Den Anfang machten zehn der neuesten, schwersten und schnellsten Einheitsschnellzuglokomotiven die zu einem Zug zusammengekuppelt vorüber donnerten und dem Beschauer ein eindrucksvolles Bild der gigantischen, von Menschengeist und Menschenhand gebändigten Naturgewalt gaben.
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Es folgt dann, der mit einer fröhlichen Kinderschar in Biedermeiertracht besetzte erste Deutsche Eisenbahnzug der Nürnberg - Fürther Ludwigsbahn.
Die "Pfalz", einer der ersten  Schnellzug- lokomotiven aus dem Jahre 1854 mit dem historischen Saloonwagen des Fürsten Bismark aus dem Jahre 1872.
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0284.jpgWuchtig ist der Gegensatz den die moderne Stromlinienlokomotive mit ihren 3.500 PS bietet.
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Der Stromliniendampfzug der eine Höchst- geschwindigkeit von 175 km/h erreicht und besonders ausgestattete Wagen  zweiter und dritter Klasse hat, soll den gesteigerten Verkehrsanforderungen dienen.
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Die Vertreter der ausländischen Eisenbahnen die zahlreich erschienen waren, folgten mit lebhafter Teilnahme der Fahrzeugparade. Ein "Kraft durch Freude" Zug mit 400 Volksgenossen in den Trachten aller deutschen Stämme ist ein Sinnbild der Mitarbeit der deutschen Eisenbahnen an dem Aufbau des Deutschen Reichs.
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Der "Rheingold" Zug dient mit seinen erstklassig einge- richteten Saloonwagen dem internationalen Verkehr auf der Rheinstrecke.
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Allen wohlbekannt ist der "Fliegende Hamburger", der im Jahre 1933 in planmäßigen Dienst gestellt, bahnbrechend für den Schnellverkehr war.
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Seine Weiterentwicklung stellt der dreiteilige diesel- elektrische Schnelltriebwagen dar, der auch eine gepolsterte dritte Klasse führt.
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Der nun folgende zweiteilige Wechselstrom-Schnelltrieb- wagen führt nur die zweite Klasse und zeichnet sich durch hervorragende Innenausstattung aus. 
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Die schwere Güterzug-Tenderlokomotive ist für kürzere Strecken mit starken Steigungen bestimmt. Sie fährt hier Schotterwagen für Selbstentladung, einen Weichentransport- wagen und einen Gleisbaukran.
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Die nächste Lokomotive  ist die schwerste elektrische Lokomotive und mit ihren 6.000 PS die stärkste Lokomotive der Deutschen Reichsbahn. Der Zug besteht aus Meßwagen für Untersuchungen an den Fahrzeugen und für Messungen am Oberbau.Der letzte Wagen ist ein Unterrichtswagen.
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0532.jpg Es folgt die stärkste elektrische Güterzugslokomotive für Gebirgsstrecken mit 3.400 PS. Sie befördert sechs Bier- wagen.
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0547.jpg Der Aussichtswagen hat Seitenwände und Dachansatz aus Sicherheitsglas. Er führt nur die dritte Klasse und verkehrt in landschaftlich reizvollen Gegenden.
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0572.jpg Die nun folgenden Reichsbahnkraftwagen mit stromlinien- förmigen Aufbauten und einer Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h werden für den Personenschnellreisedienst auf den Reichsautobahnen eingsetzt. 
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Den Abschluß der Parade bildeten die Straßenfahrzeuge Bauart Kuhlemeier, die die Aufgabe haben Eisenbahnwagen über die Straße zu fahren und ungewöhnlich schwere und umfangreiche Lasten zu  befördern. 
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Der Papiertrockenzylinder, der hier befördert wird, hat ein Gewicht von 40.000 kg und einen Durchmesser von 4,65 Metern.
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0595.jpg Der Brückenträger ist 34 Meter lang. Dieses zweiteilige Schwerlastfahrzeug hat eine Tragfähigkeit von 80 to.
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Die Deutsche Reichsbahn 
- 1935 - 
das größte Wirtschafts- unternehmen der Welt

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Mit Volldampf voraus,
mit Volldampf ins 20.Jahrhundert

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